Timeshift

Mit Back In Time kann man recht bequem Snapshots vom Home-Directory erstellen. Das richtet man einmal ein und kanns sozusagen auch gleich wieder vergessen.

Da man in letzter Zeit immer wieder mal von Timeshift liest (zumindest mir kam’s grad einige Male in Newsartikeln über den Weg), dachte ich, dass ich das doch auch mal anschauen werde.

Das ganze kommt mit einer simplen GUI-Anwendung daher, hat jedoch aber auch ein CLI-Interface, was ich sehr mag. Backups können entweder via rsync oder mit btrfs erstellt werden (wobei bei btrfs das System auch auf einem solchen laufen sollte).

Konfiguration

Die Konfiguration wird unter /etc/timeshift.json gespeichert und lässt sich leicht editieren (natürlich kann man’s auch im GUI anpassen, finde aber direkt im json-File sympathischer).

Backup

Wenn man noch kein Backup erstellt hat, definiert man erst mal das Device, wo die Snapshots landen sollen.

Dann sagen wir timeshift noch, dass wir rsync verwenden wollen

Da wir noch keinen Snapshot erstellt haben, informiert timeshift –list darüber, wievel Speicher in etwa benötigt wird:

Diese Werte werden durch diese Kommandos im timeshift.json gesetzt. Nun können wir auch schon einen Snapshot erstellen

Homes

Timeshift ist nicht dazu gedacht, um Benutzerdateien zu sichern (man nehme an, dass ein 2 Wochen alter Snapshot wiederhergestellt wird….was passiert dann wohl mit dem Home, wenn das im Snapshot enthalten ist…)

Home-Directories sind per default ausgenommen vom Snapshot. Klar lassen sich auch Home-Directories damit sichern, indem man es einfach wieder included:

Jedoch ist der Zweck von timeshift, das System zu sichern (ähnlich zum Systemrestore unter Winblows oder der Time-Machine bei OSX). Benutzerdaten, also mein Home, sichere ich weiterhin mit Back in Time.

Automatisierung

Die Snapshots kann man auch bequem in Intervallen automatisch anlegen und verwalten, also alte Snapshots entfernen:

Restore

Ich habe vor Ende Juli mal ein Restore von meinem Desktop-Rechner gemacht, nachdem ich die Partitionen meiner SSD komplett gelöscht hab (dachte mir, wenns nicht klappt, schadet mal ein frisches Setup auch nicht…).

Aber das ganze lief wirklich tadellos und nach dem Restore bootete meine Kiste wieder wie gewohnt. Echt geil.

Für den Restore hab ich ein Debian Live verwendet, das timeshift-Package heruntergeladen, montiert und den Snapshot-Pfad korrekt auf meine externe Disk gesetzt.